Die Stiftung Sankt Johannes ist ein Sozialunternehmen mit Sitz in Marxheim-Schweinspoint. Seit mehr als 150 Jahren begleitet und fördert sie Menschen mit Behinderung. Heute bietet die Stiftung ein breites Spektrum an Wohn-, Arbeits- und Unterstützungsangeboten und verfügt über rund 900 Wohn- und Arbeitsplätze sowie ambulante Betreuungsangebote.
Am 27. September 2026 fand auf dem Einrichtungsgelände das alljährliche Herbstfest der Stiftung statt. Die Einrichtung öffnete hierbei ihre Türen und lud Besucherinnen und Besucher zu einem abwechslungsreichen Tag mit Musik, Spiel und zahlreichen Mitmachangeboten ein. Auch der Schachklub Neuburg war hierbei erstmalig vertreten.
Zu Beginn wurden mit den Bewohnern der Einrichtung einige Freundschaftsspiele absolviert. Bei den Spielen ohne feste Zeitvorgabe ging es natürlich nicht primär um Sieg oder Niederlage. Vielmehr stand die gemeinschaftliche Freude am Schachspiel im Vordergrund. Bei bestem Wetter konnten so einige schöne Partien bewundert werden, was die zahlreichen Teilnehmer und Zuschauer an den Brettern bestätigten.
Im Anschluss gab es noch eine besondere Herausforderung für die Hobbyspieler. Der aktuelle Vereinsmeister des Neuburger Schachklubs, Benedikt Förch, stellte sich der Herausforderung in einem Simultanspiel neun Gegner gleichzeitig zu bezwingen. Lediglich ein Remis musste er hierbei abgeben. Sarah Theiner vom MTV Ingolstadt hatte ihm diesen halben Punkt streitig gemacht. Frau Theiner arbeitet in der Stiftung Sankt Johannes und bietet den Bewohnern vor Ort die Möglichkeit an, das Schachspiel zu erlernen. Aufgrund ihrer Idee kam die Kooperation zwischen Sankt Johannes und dem Schachklub Neuburg zustande.

Für den Schachklub Neuburg war die Teilnahme am Herbstfest eine besondere und bereichernde Erfahrung. Gerade solche Begegnungen machen deutlich, welche verbindende Kraft Schach entwickeln kann. Schach ist ein Sport, der Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder persönlichen Voraussetzungen zusammenbringt. Sobald am Brett Platz genommen wird, zählen nur noch die 64 Felder und 32 Figuren. Man denkt gemeinsam über Züge nach, freut sich über tolle Kombinationen, hilft sich manchmal gegenseitig und kommt ganz selbstverständlich miteinander ins Gespräch.
Wir bedanken uns recht herzlich für die Einladung und hoffen, dass wir im nächsten Jahr erneut dabei helfen dürfen, unseren Schachsport noch bekannter zu machen und Gemeinschaft vorzuleben. (Fabian L.)