1. Mannschaft – Bezirksliga: Schachklub Neuburg macht großen Schritt in Richtung Aufstieg
Heimsieg gegen Penzberg bedeutet 3 Punkte Vorsprung auf Platz 2
Am drittletzten Spieltag gegen das Mittelfeldteam SK Penzberg gingen die Neuburger fast in Bestbesetzung an die Bretter. André Wurzel (Brett 2) konnte den Vorteil der weißen Steine bereits nach einer Stunde in einen Sieg ummünzen. Klaus Richter (Brett 8) erzielte bereits in der Eröffnung einigen Raumvorteil, einigte sich bei knapper werdender Zeit mit seinem Gegner auf ein Remis. Christian Liesecke (Brett 6) hatte in einem abgelehnten Wolga-Gambit die bessere Struktur. Als er durch einen versteckten taktischen Trick auch noch eine Figur gewann, streckte sein Gegner die Waffen. Bahadir Türkboylari (Brett 1)griff seinen Gegner mit Schwarz am Damenflügel an und versuchte Druck über die dunklen Felder der Diagonalen a5-e1 auszuüben. Sein Gegner wies jedoch nach, dass die das geschwächte Feld d5 sowie die c-Linie wichtigere Faktoren in der Stellung sind und gewann bereits in der Eröffnung zwei Bauern. Türkboylari zeigte in dieser verlorenen Stellung Kampfgeist und kämpfte insgesamt 76 Züge, bis er die gegnerische Überlegenheit im Endspiel anerkennen musste (Stand: 2,5:1,5).
Daniel Ebenhöch (Brett 5) zeigte als Schwarz ein ehrgeiziges aber gesundes Maß an Risikobereitschaft in der Partieanlage, hatte in einer komplexen Partie die bessere Übersicht und gewann eine eindrucksvolle Partie. Mit 6,5 von 7 möglichen Punkten ist er nun der (alleinige) beste Punktesammler der Liga. Juan Manuel Vaccaroni (Brett 7) hatte mit Schwarz bereits in der Eröffnung die Initiative erobert; bis ins Endspiel entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, aber am Ende blieb nicht mehr genug Material auf dem Brett, so dass er sich in ein Unentschieden fügen musste. Den entscheidenden fünften Punkt besorgte Benedikt Förch (Brett 3), der in der Eröffnung von einem Fehler seines Gegner profitierte und das so gewonnen Material im Endspiel ins Ziel brachte. Andreas Holl (Brett 4) hatte sich eine kontrollierte Stellung aufgebaut und das gegnerische Gegenspiel sukzessive ausgeschaltet. Da sich dadurch auch die Stellung zunehmend schloss einigten sich die Spieler schließlich auf ein Remis zum 5,5:2,5. (bf)